rot 1

26. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

frommen rosenduft spiegelt deine haut
in einem gebet aus vierzehn zeilen,
gefüllt mit lila altären und weißen wolken.
trunken trotte ich wirr über den wunden rücken

erde und phantastiere dich, du liebliches geschöpf
von sagenhafter unbekanntheit. ein gerücht, eine legende:
mensch sagt, du seist des nachts zu neumond vernommen –
am ufer. bei den alten eichen, wo es nachts so kreischend

knarzt, wenn wind die äste quält. dort seist du. und ich such‘
dich, ich schrei‘ nach dir. ich lechze nach deiner berührung und meine
sucht nach deinem geruch, wie wilde kirsche und dein antlitz

in der ebenselben farbe, gleich feinstem marmor, weich und wattend
und im schwarz der nacht, als die bäume jaulten und ich starr stand,
zogst du vorbei und berührtest mich auf ewig – frommes rosenblatt.

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