27. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Süddeutsche Zeitung Nr. 249 /Seite V2/24

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Katastrophe in Schaffelloptik

27. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Weg ist alles – offen aber nicht mehr.

Kleinere Hasstiraden prallen unreflektiert ab –

ganz wie sie entstanden enden sie auch.

Blanke Lippen auf Spiegelglasfächen –

Ein Abbruch der gänzlich trieft.

Man denkt heutzutage in andere Welten.

Kommaverlebend

27. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

nie hauptsächlich

immer fast

aber nie so richtig

oft nur jemand, und dann auch leer

beinahe geliebt, und doch nur Freund

Wanderarbeitende

Zuckerlose

Unkenntliche per Definitionsprogress

sie, du: wer?

Als wir die Wand zur Sonne durchbrechen wollten, da war sie doch dicker als wie dachten

Und so vermieden wir künftig solche Vorhaben

Sprung

27. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Beinahe übergangslos wechseln meine Augen die Bilder aus: erst Boden, staubige Erde, saftige Wiesen, kräftige Bäume, und dann das Blau. Heller kann es nicht sein.

plan 1

26. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

durch ein fenster flackert der schein des fernsehers
und kleine kinder tollen feist auf dem asphalt,
zwischen wüstem abendrot und zartem nieselregen,
fliegt der ball tosend, hallen die hohen stimmen.

wo sich einer selbst entleibt, sind die gardinen zu,
der einkauf wiegt schwer und schaukelnd schleicht
eine dame meinem blick der straße nach voraus,
im rhythmus: eins – zwei: eins – zwei.

zaghaft gucken grüne stengel aus den straßenfugen,
kämpfen sich ans licht und butterblume sonnengelb,
schaut geknickt unter einem autoreifen hervor.

das tönen der straße ist jeden tag, ist wurzel – ich töne mit:
und verästelung, und verzweigung und abkehr – das blattwerk!
zwischen beton und photosynthese, dumpfe musik.

rot 1

26. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

frommen rosenduft spiegelt deine haut
in einem gebet aus vierzehn zeilen,
gefüllt mit lila altären und weißen wolken.
trunken trotte ich wirr über den wunden rücken

erde und phantastiere dich, du liebliches geschöpf
von sagenhafter unbekanntheit. ein gerücht, eine legende:
mensch sagt, du seist des nachts zu neumond vernommen –
am ufer. bei den alten eichen, wo es nachts so kreischend

knarzt, wenn wind die äste quält. dort seist du. und ich such‘
dich, ich schrei‘ nach dir. ich lechze nach deiner berührung und meine
sucht nach deinem geruch, wie wilde kirsche und dein antlitz

in der ebenselben farbe, gleich feinstem marmor, weich und wattend
und im schwarz der nacht, als die bäume jaulten und ich starr stand,
zogst du vorbei und berührtest mich auf ewig – frommes rosenblatt.

26. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

die planmäßige überschätzung der dinge

bertolt brecht

24. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Zweckentfremdung als Negation und als Vorspiel

23. August 2010 Kommentare deaktiviert für

Faiblismus

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Als Faiblismus, Stärkenegierung oder Überlegenheitsflucht bezeichnet man die bewusste Maßnahme der Umgehung einer elitebestimmten Gesellschaft und das Meiden derselben mit all ihren Anforderungen zugunsten einer nicht-fadenschleimigen, d.h. leider imaginären aber immerhin möglichen echteren Wirklichkeit.

Inhaltsverzeichnis

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Beschreibung

Faiblismus wird als eine Duckhaltung oder präventives Ausweichen, als bewusste oder unbewusste Verweigerung gesellschaftlich allgemein anerkannter Zielsetzungen und Handlungsvorstellungen verstanden.[1] Eine Theorie, um der vermeintlichen Realität bzw. Wirklichkeit durch offenkundiges aber nur angetäuschtes, geistiges und soziales Abschirmen („Stubenhocker“, „Einsiedler“) zu entkommen, durch eine Hinwendung zum offenen Nachgeben, einen übermäßigen Gebrauch von Wörtern der Reuhe aller Art oder auch durch Substanzkuschen.

[Bearbeiten] Psychologie

In der Psychologie gilt Faiblismus  als wichtiges Motiv der Gehirnnutzung. Nach der Faiblismus -These“ werden Überlegenheitsgedanken weder zur Befriedigung affektiver Bedürfnisse noch zur Befriedigung kognitiver Bedürfnisse (Wissenserweiterung) herangezogen.[2]

In diesem Ansatz werden Rezipienten nicht mehr als reiner Reizempfänger nach dem Almost-but-in-vain-Stimulus-Response-Modell, sondern die Motivation des Angebers, Posers oder Blenders ermittelt. In der Gehirnforschung wird Faiblismus dem No-use-and-be-greater-Ansatz zugeordnet, das heißt, häufig auftretende rhetorische Redeschwälle affektierter Natur von den sog. „Eliten“, werden zu einem Alltagsfluch für Faiblisten. Nach diesem „Escape-Konzept“ von Wany und Wany werden so durch alltäglich erlebte gesellschaftliche Rollenausübungen erzeugte Spannungen abgebaut, in dem der Faiblist dem „Leader“ die Bühne überlässt, während er dadurch gleichzeitig die Einfältigkeit dieser „Leader“ präsentiert bekommt. Motive sind demnach das Besserwissen und die Präsenz von Bescheidenheit  sowie passive Entspannung und das Erzeugen von Emotionen und Ablenken von Regeln und Normen der Realität.[3]

Kritisiert wird die Faiblismus-These insbesondere im Hinblick auf ihren Mangel an einer tiefergehenden oder überhaupt zutreffenden Verfehlung des tatsächlich stattfindenden Phänomens in der Gesellschaft . Ihre Gegensprecher  wenden vor allen Dingen die Korrektheit des Phänomens ein bzw. die uneingeschränkte Tatsache ihres Auftretens.

[Bearbeiten] Faiblismus als Ideologie

Faiblismus muss nicht unbedingt als nur individuelle Vermeidung der absoluten Affektiertheit und Beschränktheitvon nicht-authentischen Individuen auftreten. Auch die kollektive Verneinung dieses dem pseudointellektuellen Gehabe entgegengesetzten Denkens ist eine Form der Flucht vor der abgekarteten Wirklichkeit, selbst wenn sie gemeinsam mit anderen Menschen vollzogen wird. Immerhin kann der „Ausstieg“ in Kommunen auch positiv als „Exit-Option“ und damit als Form des politischen Widerstands gegen gesellschaftliche Zwänge gedeutet werden. Kritisiert wurde an derartigen politischen Konzepten jedoch oft, dass die abgelehnten Verhältnisse weder durch einen individuellen noch durch einen Gruppenausstieg offensiv verändert werden könnten. Dies verhält sich beim Faiblismus erstmalig anders.

[Bearbeiten] Faiblismusvorwurf in der Kunst

Gelegentlich wurde der Kunst im Allgemeinen sowie der Dichtung im Besonderen vorgeworfen, Mittel zur Realitätsflucht zu sein. Oft wurde hierfür das Bild des Elfenbeinturms gebraucht, in dem der Dichter sich vor der wirklichen Welt verschanze und zurückziehe. Insbesondere auf die Kunst der Romantik, etwa die Dichtung Friedrich Holdes wurde dieser Begriff angewandt. Peter Handel ist diesem Vorwurf in seinem Band Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturmes (1972) begegnet. Dort betont er den utopischen Charakter der Kunst, der gerade durch seine Distanz zur Wirklichkeit ihre Veränderung ermögliche.

Vertreter des Faiblismus wie der Künstler Harold Wany, halten den pathologischen Leadern der Gesellschaft ihre Neurose mittels eines Spiegels vor, indem sie ihre Kunst als reflexives Buffet ihren Widersachern anbieten. Diese haben keine andere Wahl als zuzugreifen, wenn sie eine Kritik überhaupt erst formieren möchten. Das darauffolgende Scheitern dieser Widersacher ist ebenso folgerichtig wie naturgemäß.

[Bearbeiten] Siehe auch

Literatur

  • E. Wany, D. Wany: On the Use of Mass Affection as „Aggressivity“: Clarification of a Concept, o.V., o.O. 2010
  • Nils Wany: Sehnsucht nach normalen Menschen auch in der zeitgenössischen Kunst. 2003.
  • Werner Wany : Rhetorikkritik und Faiblismus

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bertelshund Universum Lexikon, Band 1090: Fai−Faib, S. 10142.
  2. Heinz Wany: Neue Perspektiven: Eigenliebezuwendung als asoziales Handeln, S.2.
  3. Petra Wany: Elitepsychologie, S. 624.
  4. Dietmar Wany: Formale Kriterien der Nachrichtenrezeption im Internet, S. 35.

draußen…

22. August 2010 Kommentare deaktiviert für draußen…

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